Blog wechsel Dich ist ein tolles Spiel, vor allem für Jung-Blogger (bis 10 Beiträge) und läuft folgendermaßen ab: in frei gewählten Intervallen (z.B. drei Wochen) zieht das Blog von einem Provider zum nächsten um, von dem man sich eine besser Leistung erwartet. Die Kunst besteht darin, seine - falls vorhanden - Stammleser zum mitwechseln zu bewegen. Einträge in anderen Blogrolls sind natürlich schwieriger aktuell zu halten. Besonders spannend wird es wenn der neue Anbieter keine Importfunktion für den ehemaligen Service bietet. Der Schwierigkeitsgrad wächst mit der Anzahl der (manuell) zu übernehmenden Posts. In diesem Sinne: jetzt gehts bei Wordpress weiter:
http://dirksplace.wordpress.com/
Update your feedreader, baby ;)
Sonntag, 28. Januar 2007
Dienstag, 16. Januar 2007
"Die Weisheit der Blogs"
Ich bin gerade zufällig in der Blogger-Hilfe auf einen sehr interessanten Artikel zum Thema Schwarm-Intelligenz gestossen. In einem Satz: Gemeinsam sind Menschen klüger als allein und mit Hilfe von Blogs können alle Internet-User global von diesem Phänomen profitieren. Lesenswert!
zum Artikel.
zum Artikel.
Mittwoch, 3. Januar 2007
Waschen und Rasieren -- nun wird demonstriert
Aus Protest gegen die Hygiene-Hinweise des SPD- Bundesvorsitzenden Kurt Beck und die Hartz IV-Reform haben sich vor dem Mainzer Landtag rund 50 Erwerbslose rasiert und frisiert. Sie forderten den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Beck am Dienstag auf ihnen Arbeitsplätze zu vermitteln. Damit reagierten sie auf Becks Tipp an den Langzeitarbeislosen Henrico Frank sich zu waschen und zu rasieren, um seine Job-Chancen zu verbessern. Dies hatte im Dezember eine bundesweite Debatte ausgelöst.
Quelle: ZDFheute
Also erstmal sollte doch klar sein: Ministerpräsidenten sind nicht primär dafür zuständig Jobs zu vermitteln -- das macht die Arbeitsagentur. Was ich aber noch bemerkenswerter finde ist die Debatte an sich und die gesellschaftliche Kluft die sie sichtbar gemacht hat.
Fast jeder Student bemüht sich den steigenden Anforderungen der Jobwelt gerecht zu werden. Von grossen Unternehmen werden von den "Young Professionals" Praktika, umfangreiche Sprachkenntnisse, Auslandsaufenthalte, gute Zensuren, ehrenamtliches Engagement und vieles mehr gefordert. Dass der "normale" Student diesem Idealbild eher selten zu 100% entspricht ist keine Überraschung, aber man weiss als Bewerber worauf es ankommt. Und was fällt auf? Richtig, von waschen und rasieren ist keine Rede. Warum? Weil es für fast jeden Bewerber selbstverständlich ist, zu versuchen den besten Eindruck beim potenziellen Arbeitgeber zu machen. Da trottet man nicht 'ne halbe Stunde zu spät und ungepflegt hin, um dann gleich mal von seinen Gesundheitsproblemen zu erzählen. So wird es nunmal nichts mit einem Job.
Wenn man mitbekommt, was junge Menschen alles tun um ihre Attraktivität für Arbeitgeber zu steigern und im Gegensatz dazu dieses Treiben der Demonstranten vor dem Mainzer Landtag betrachtet, dann offenbart sich eine gewaltige Teilung zwischen diesen beiden Teilen der Gesellschaft. Das eine Extrem tut sehr viel dafür, dass der CV dem Chef gefällt und die anderen machen sich darüber lustig, rasiert und frisiert zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen.
Sicher bemüht sich der Großteil der Arbeitslosen ernsthaft um Arbeit, aber allein die Tatsache, dass über diesen Fall überhaupt diskutiert wird zeigt, dass in unserer Gesellschaft etwas schief läuft.
Mittwoch, 27. Dezember 2006
Mehr über den Volksvertreter
Nun gut, ganz so ausführlich wie in "Kürschners Volkshandbuch sind die einzelnen Seiten über die Bundestagsabgeordneten auf abgeordnetenwatch.de nicht. Aber: auf der neuen Plattform lässt sich nachsehen, wie der einzelne Abgeordnete zu Gesetzesvorlagen abgestimmt hat und in welchen Ausschüssen er sitzt. Außerdem gibt es die Möglichkeit den Abgeordneten Fragen zu stellen, welche diese (hoffentlich) beantworten. Frage und Antwort lassen sich dann von jedem Interessierten auf der Internetseite abrufen und man kann sich ein etwas genaueres Bild von seinem Volksvertreter machen.
Ist doch schonmal ein Anfang in Sachen Basisdemokratie -- und man spart sich den Stress den es gibt, nachdem man Politiker auf dem Weihnachtsmarkt angepöbelt hat.
Der in manchen Medienberichten über das Portal heraufbeschworene "gläserne Abgeordnete" ist allerdings offensichtlich nicht zu befürchten: es werden lediglich bereits bekannte Daten in einem neuen Medium bereitgestellt. Außerdem ist es nicht zuviel verlangt, das der Bürger mehr über die Menschen erfährt, die in ihrem Namen die Politik des Landes prägen. An der Beantwortung der Bürgerfragen schließlich sollte den Politikern selbst am meisten liegen, denn die nächste Wahl kommt bestimmt.
Alles in allem eine gute Sache, die man im Auge behalten muss.
Bleibt eine Frage: Wann gibts den RSS-Newsfeed zu jedem Abgeordneten? Man will ja auf dem Laufenden bleiben.
(via heise)
Ist doch schonmal ein Anfang in Sachen Basisdemokratie -- und man spart sich den Stress den es gibt, nachdem man Politiker auf dem Weihnachtsmarkt angepöbelt hat.
Der in manchen Medienberichten über das Portal heraufbeschworene "gläserne Abgeordnete" ist allerdings offensichtlich nicht zu befürchten: es werden lediglich bereits bekannte Daten in einem neuen Medium bereitgestellt. Außerdem ist es nicht zuviel verlangt, das der Bürger mehr über die Menschen erfährt, die in ihrem Namen die Politik des Landes prägen. An der Beantwortung der Bürgerfragen schließlich sollte den Politikern selbst am meisten liegen, denn die nächste Wahl kommt bestimmt.
Alles in allem eine gute Sache, die man im Auge behalten muss.
Bleibt eine Frage: Wann gibts den RSS-Newsfeed zu jedem Abgeordneten? Man will ja auf dem Laufenden bleiben.
(via heise)
Montag, 25. Dezember 2006
Wikipedia helfen
Praktisch jeder kennt Wikipedia, und auch wenn sie von den meisten Dozenten an der Uni (noch) nicht als "ordentliche" Quelle anerkannt wird, so hat die Internet-Enzyklopädie doch sicher schon vielen vielen Usern weiter geholfen und Klarheit gebracht.
Die Jahresgebühr für die Nutzung der Encyclopaedia Britannica liegt bei knapp 70 US$; gut die Artikel kann man guten Gewissens zitieren, aber dafür ist alles auf Englisch und die Anzahl der Artikel liegt deutlich unter der von Artikeln in Wikipedia.
Kurz: helft mit einer kleinen Spende z.B. über PayPal das wunderbare Wikipedia-Projekt weiter zu finanzieren. Alles dazu unter fundraising.wikimedia.org.
Die Jahresgebühr für die Nutzung der Encyclopaedia Britannica liegt bei knapp 70 US$; gut die Artikel kann man guten Gewissens zitieren, aber dafür ist alles auf Englisch und die Anzahl der Artikel liegt deutlich unter der von Artikeln in Wikipedia.
Kurz: helft mit einer kleinen Spende z.B. über PayPal das wunderbare Wikipedia-Projekt weiter zu finanzieren. Alles dazu unter fundraising.wikimedia.org.
Sonntag, 24. Dezember 2006
Ja, Virginia es gibt einen Weihnachtsmann
Gibt es einen Weihnachtsmann ?
Der folgende Briefwechsel zwischen Virginia O ´Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert - bis zur Einstellung der "Sun" 1950 - alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt.
Die achtjährige Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb Sie an die Tageszeitung "Sun" einen Brief: Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der "Sun" steht, ist immer war. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Die Sache war dem Chefredakteur Francis Church so wichtig, das er selber anwortete - auf der Titelseite der "Sun":
"Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur was sie sehen; sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit Ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.
Ja, Verginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiß wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müßte verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.
Gewiß, Du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weichnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weichnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.
Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken - geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichtkeit dahinter zu erkennen sein.
"Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.
Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia".
Dein Francis Church.
Und hier nochmal als MP3
In diesem Sinne schöne Weihnachten.
Donnerstag, 21. Dezember 2006
Warum der iPod zum Handy werden muss
Über ein "iPhone" von Apple wird nicht erst seit heute spekuliert. Im Gegenteil, es ist ein länger gehegter Wunsch der Apple-Fans iPod und Handy in einem Gerät aus Cupertino bekommen zu können. Nun erfüllte sich leider nicht jeder Traum der Macianer (Neuauflage des Newton, Tablet Mac), aber doch muss es hier in Apples Interesse sein ein kombiniertes Mobilfunk-Player-Gerät auf den Markt zu bringen. Zugegeben: die Marktanteile des iPod sind beeindrucken -- in USA kommen 82 % der Festplatten-Musikplayer und 62 % aller MP3-Player von Apple (siehe TechNewsWorld). Die Frage ist nur, wie lange die Firma diese Marktdurchdringung halten kann.
Ein Handy hat man immer dabei
... und viele von ihnen geben passable Musikplayer ab. Festplatten werden immer kleiner und der Speicher (Festplatte oder Flash) wird immer billiger; Nokia hat mit dem N91 bereits ein Mobiltelefon mit 8GB Speicher auf dem Markt und Sony-Ericsson buhlt mit den neue Walkmen-Handys ebenfalls um die Gunst der Musikliebhaber. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Handys es speicherplatzmäßig mit dem (großen) iPod aufnehmen können. Spätestens dann stellt sich die Frage: was soll mit in die Hosen- oder Jackentasche: iPod und Handy oder doch lieber nur ein Gadget? Bei den meisten würde wohl die Wahl aufs Mobiltelefon fallen. Die momentan eher schwache Akkuleistung vieler Handys bei der Musikwiedergabe sollte in nächster Zeit ebenfalls in den Griff zu bekommen sein.
Die Zeit ist günstig
... für Apple in den Handy-Player-Markt einzusteigen. Der Erfolg besonders des zweiten iPod Shuffle zeigt: Apple MP3-Spieler verkaufen sich, weil sie von Apple sind. Die Firma sollte also den derzeitigen Aufwind im Massenmarkt nutzen. Auch im Hinblick auf den (hohen) Aktienkurs von AAPL ist es sinnvoll den MP3-Player Markt weiter auszubauen: Analysten kümmern sich wenig um die hervorragenden Rechner, sondern nur um die iPods, weil sie einfach mehr Geld in die Kassen spülen. Verlieren die iPods Marktanteile an Handys sinkt auch der Aktienkurs von Apple.
Multimedia statt nur Musik
Ein anderer Weg für Apple bestünde auch darin stärker auf Filme zu setzen. Die kann man nämlich nach wie vor auf den kleinen Handy-Displays nicht wirklich geniessen und braucht somit unterwegs noch ein zweites Gerät. Der Verkauf von Filmen und Serien über den iTunes-US-Store und die Videofunktion des aktuellen iPod sprechen ebenfalls für eine Verlagerung des Schwerpunkts in diese Richtung.
Glaskugel
Es bleibt also für Kunden und Analysten gleichermassen spannend, was sich Steve Jobs fürs nächste Jahr vorgenommen hat. Den iPod zu Gunsten des Alleskönner-Mobiltelefons für tot zu erklären ist allerdings unrealistisch: auch die Verbraucher haben ein Interesse, dass ein MP3-Player mit ihrem bereits gekauften Zubehör (Lautsprecher, Auto-Adapter, usw.) zusammenarbeitet. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: die im iTunes-Music-Store gekauften Inhalte können dank DRM mobil nur auf iPods abgespielt werden -- hat man schon einige Dollar/Euro in Musik gesteckt, will man sie auch weiterhin nutzen können. Falls das nur mit einem iPod geht, greift man notgedrungen wieder zum iPod.
Ein Handy hat man immer dabei
... und viele von ihnen geben passable Musikplayer ab. Festplatten werden immer kleiner und der Speicher (Festplatte oder Flash) wird immer billiger; Nokia hat mit dem N91 bereits ein Mobiltelefon mit 8GB Speicher auf dem Markt und Sony-Ericsson buhlt mit den neue Walkmen-Handys ebenfalls um die Gunst der Musikliebhaber. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Handys es speicherplatzmäßig mit dem (großen) iPod aufnehmen können. Spätestens dann stellt sich die Frage: was soll mit in die Hosen- oder Jackentasche: iPod und Handy oder doch lieber nur ein Gadget? Bei den meisten würde wohl die Wahl aufs Mobiltelefon fallen. Die momentan eher schwache Akkuleistung vieler Handys bei der Musikwiedergabe sollte in nächster Zeit ebenfalls in den Griff zu bekommen sein.
Die Zeit ist günstig
... für Apple in den Handy-Player-Markt einzusteigen. Der Erfolg besonders des zweiten iPod Shuffle zeigt: Apple MP3-Spieler verkaufen sich, weil sie von Apple sind. Die Firma sollte also den derzeitigen Aufwind im Massenmarkt nutzen. Auch im Hinblick auf den (hohen) Aktienkurs von AAPL ist es sinnvoll den MP3-Player Markt weiter auszubauen: Analysten kümmern sich wenig um die hervorragenden Rechner, sondern nur um die iPods, weil sie einfach mehr Geld in die Kassen spülen. Verlieren die iPods Marktanteile an Handys sinkt auch der Aktienkurs von Apple.
Multimedia statt nur Musik
Ein anderer Weg für Apple bestünde auch darin stärker auf Filme zu setzen. Die kann man nämlich nach wie vor auf den kleinen Handy-Displays nicht wirklich geniessen und braucht somit unterwegs noch ein zweites Gerät. Der Verkauf von Filmen und Serien über den iTunes-US-Store und die Videofunktion des aktuellen iPod sprechen ebenfalls für eine Verlagerung des Schwerpunkts in diese Richtung.
Glaskugel
Es bleibt also für Kunden und Analysten gleichermassen spannend, was sich Steve Jobs fürs nächste Jahr vorgenommen hat. Den iPod zu Gunsten des Alleskönner-Mobiltelefons für tot zu erklären ist allerdings unrealistisch: auch die Verbraucher haben ein Interesse, dass ein MP3-Player mit ihrem bereits gekauften Zubehör (Lautsprecher, Auto-Adapter, usw.) zusammenarbeitet. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: die im iTunes-Music-Store gekauften Inhalte können dank DRM mobil nur auf iPods abgespielt werden -- hat man schon einige Dollar/Euro in Musik gesteckt, will man sie auch weiterhin nutzen können. Falls das nur mit einem iPod geht, greift man notgedrungen wieder zum iPod.
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